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| Philosophie/Mentales Training | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Mentales Trainingsprogramm für eine Selbstverteidigungssituation | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Bei dem im folgenden
beschriebenen Ereignis handelt es sich um eine Notwehrsituation. Notwehr
ist die Abwehr eines gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriffs gegen
sich oder andere. Dabei muss die Verhältnismäßigkeit der
Mittel gegeben sein, d.h. dass man sich nicht mit übertriebener Härte
wehren darf. Lediglich wenn Körper oder Leben bedroht werden, darf
man den Angreifer verletzen. In der folgenden Situation setzt man dies
als gegeben voraus. Situationsbeschreibung: Ein Aggressor bedroht mich und stößt mich zurück.
Eine Auseinandersetzung scheint unvermeidlich. Dennoch versuche ich die
Lage zu entschärfen, gehe einen Schritt zurück und hebe beschwichtigend
die Hände. Somit bin ich kurze Zeit außerhalb der Reichweite
des Aggressors, was mir – zusammen mit den schon gehobenen Händen
- bei dem folgenden Angriff einen Zeitvorteil verschafft. Die Füße stehen schulterbreit, die Knie sind leicht gebeugt.
Bein-, Bauch und Gesäßmuskulatur sind angespannt, der Oberkörper
ist locker. Die Hände sind erhoben und üben eine beschwichtigende
Bewegung aus, wobei sie hintereinander auf der Körpermitte stehen.
Die Körperhaltung sollte natürlich aussehen und nicht aggressiv
wirken. Das würde den Streitsuchenden in seiner Absicht bestärken.
Die beste Lösung ist immer noch die Vermeidung einer Auseinandersetzung! Danach führt man es aktiv in Richtung Boden. Bei Berührung
bleibt die Spannung erhalten und das hintere Bein wird nachgezogen. Mit
dem Nachziehen schlägt die linke offene Hand gegen den Ellenbogen
des Angreifers und drückt ihn auf seine Körpermitte (Paak-Sao).
Bei allen Schlägen befindet sich der eigene Ellenbogen zwischen dem
eigenen und dem gegnerischen Körper. Auf diese Weise kann man besser
die Kraft aus der Vorwärtsbewegung übertragen. Gleichzeitig
schlägt man mit der rechten zur Faust geballten Hand ins Gesicht.
Die beiden Bewegungen erfolgen zeitgleich. Ich stehe unter Spannung, weil ein „Verrückter“ gleich
auf mich losstürmen wird. Ich lenke die ganze Spannung in meine Beine,
der Oberkörper kann sich lockern. Nach außen gebe ich mich
ruhig, habe die Arme beschwichtigend erhoben, aber in einer Position,
die mich schützt. Innerlich bin ich aufmerksam und reaktionsbereit.
Ich weiß genau, was ich zu tun hab. Mein Blick ist global auf den
Angreifer gerichtet. Jetzt sehe ich, wie er die Arme hebt und einen Schritt
auf mich zukommt. Meine Spannung entlädt sich, ich strecke mein rechtes
Bein explosionsartig durch sein Knie hindurch. Dadurch stoppe ich ihn
in seiner Vorwärtsbewegung.
Kodierung:
Zusammen im zeitlichen Ablauf: Fuuuuh........................STOPPPP!!!!.....ApPACK......PADADAMM..........Fuuuuuh Das Training führe ich im Stehen mit geschlossenen Augen durch.
Dadurch fällt es mir leichter, die Bewegungen, die ja im Stand durchgeführt
werden, nachzuvollziehen. Zunächst sage ich mir die äußere,
dann die innere Bewegungsbeschreibung auf. |
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| Gerd Schmitz 11.SG / WT-Schule Overath | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||